US Copryight Lobby dreht am Rad

(...) an influential lobby group is asking the US government to basically consider open source as the equivalent of piracy - or even worse. (...)
It turns out that the International Intellectual Property Alliance, an umbrella group for organisations including the MPAA and RIAA, has requested with the US Trade Representative to consider countries like Indonesia, Brazil and India for its "Special 301 watchlist" because they use open source software.

Und direkt der nächste Copyright-Schwachsinn aus den USA. Die großen Dinosaurier Lobby-Verbände machen sich ihre eigene Welt ungeachtet der eigentlichen Realität.

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Microsoft läßt Cryptome sperren

Cryptome.org is a venerable New York based anti-secrecy site that has been publishing since 1999. On Feb 24, 2010, the site was forcably taken down following its publication Microsoft's "Global Criminal Compliance Handsbook", a confidential 22 page booklet designed for police and intelligence services. The guide provides a "menu" of information Microsoft collects on the users of its online services. Microsoft lawyers threatened Cryptome and its "printer", internet hosting provider giant Network Solutions under the Digital Millennium Copyright Act (DMCA).

Wieder einmal wird der DMCA als Zensurwerkzeug mißbraucht um mißliebige Informationen aus der Welt zu schaffen. Dankenswerterweise ist Wikileaks gleich eingesprungen.
Der Streisand-Effekt dürfte sein übriges tun.

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"Du kannst dich nicht mehr verstecken"

Sind Daten einmal gespeichert, entstehen Begehrlichkeiten. Schranken erodieren nach und nach, der jeweils aktuelle Notfall soll den expansiven Grundrechtseingriff rechtfertigen. In der Abwägung möglicher Nutzen ist das wesentliche Argument für die schrankenlose Speicherung eine diffuse Verheißung von mehr Sicherheit durch Googleisierung der Strafverfolgung und Prävention. So wie sich Google mit unseren Daten für kostenlose E-Mails und die Internet-Suche entlohnen lässt, sollen wir nun zwangsweise und ohne Alternative mit noch intimeren Daten für ein schwer fassbares Sicherheitsversprechen zahlen.

Ein hervorragender Artikel von Frank Rieger (CCC) über die Vorratsdatenspeicherung mit einem Überblick über den historischen Hintergrund und den heutigen technischen Möglichkeiten.

Insbesondere die Punkte zur Analyse von Gruppenstrukturen verdeutlichen das Ausmaß des Überwachungspotentials.
Demnach wäre man als einzelner dann sogar eher verdächtig, wenn man versucht möglichst wenig Kommunikations-Verkehrsdaten zu produzieren oder zu anonymisieren, eben weil man weniger auffällig ist als andere und somit wieder aus dem Durchschnitt herausfällt.

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Petition gegen Elena

Im Rahmen des ELENA-Verfahrens sind alle Arbeitgeber in Deutschland verpflichtet, umfangreiche Informationen, insbesondere krankheitsbedingte Fehlzeiten, Abmahnungen, Kündigungsgründe, Elternzeit sowie die Teilnahme an Streiks, aller angestellten Mitarbeiter an eine "Zentrale Speicherstelle" (ZSS) zu übermitteln. Aus dieser Zentralstelle werden etwa bei Beantragung von Sozialleistungen Informationen abgerufen. Da aber nur ein kleiner Teil aller Arbeitnehmer im Laufe eine Jahres Sozialleistungen beantragt, entsteht hier erneut eine teure, anlaßlose und zudem gigantische Datensammlung auf Vorrat.
via ccc.de

Der CCC fordert zur Unterstützung einer Petition gegen ELENA auf. Mittlerweile über 18500 Petenten haben diese bisher unterzeichnet.